Goodbye Logik
Lest mal den Songtext von "Goodbye Logik" von Madsen. So geht es mir im Moment... Hier isser...
Mein Herz sagt: "Lass es bleiben mit dem Müller werden, sons kommt alles außer deinem Beruf zu kurz." Mein Kopf sagt: "Hast du Alternativen, willst du wirklich diese Ungewissheit??" Ich weiß nicht weiter ich weiß nicht mehr wohin ich weiß nicht weiter war ich noch nie... (kleiner Tribut an die "Helden") Den hätt ich auch nehmen können, aber "Goodbye Logik" passt noch ein bissl besser. Gute Nacht Welt, Björn (Teil der Welt, a.D.)

PS: Mal ganz abgesehen davon, dass auch Teenager und irgendwelche Spinner der Meinung sind, dass dieses Lied "superdoll", "geil", "hammer", "<3" und "kongretkrass" ist, denke ich, dass dieser Text eine gute Nachricht vermittelt, und damit beweist, dass deutsche Musik noch lange nicht ins Musikantenstadl verbannt werden muß. Was natürlich auch wieder wahr ist, ist, dass diese Poprocklyrik natürlich wieder jedem gefällt, weil jeder das, was er gerade empfindet, in den Text hineininterpretieren und damit auffinden kann. Ich schließe mich damit ein, okay? Nicht, dass irgendwer kommt und meckert. Ihr könnt euch das Lied legal auf der Bandhomepage (MySpace Seite) anhören...

Hin und Her und zurück
Ich hab heute viel gearbeitet und zwischendurch extremst viel nachgedacht, ob ich da jetzt wirklich absagen soll. Aber irgendwie komm ich mit dem Müllerberuf auf keinen grünen Zweig mehr seitdem die mir so viel Insiderwissen aufgetischt haben... Ich denke, ich werde mich wohl wieder mit der Jobsuche befassen müssen. Aber kann ja auch nicht jeder Lokführer, Astronaut oder Cowboy werden Toll is die Situation allerdings auch net Ich habe keine Vorstellung, was ich in Zukunft machen will... ÄÄÄÄTZ Ich werd das schon packen, also keine Sorge wird scho laufe morge... Björn

Über Hähne und Mehlmänner
Tja, heute hab ich das Gespräch gehabt. Das war erstmal recht niederschmetternd, da mich der Gesprächseinlader weniger zu einem Gespräch als mehr zu einer Rede über das schwierige Wandeln des Müllermeisteranwärters zum Meister in Person. Zunächst ein Auswahl, komplizierender Wörter wie: "...suchen pfiffige Leute..." Ich wollte nie Kunstpfeifer werden... oder "Wir erwarten das unsere Azubis den Hintern hoch kriegen" Geschenkt, was meinen sie wohl, warum ich da bin? Wohl weniger, weil ich meinen Arsch nicht hochkriege oder??  Immerhin habe ich für diesen Tag sehr viel investiert. Man sehe nur auf die Story mit dem Schaffner... Wie auch immer, am Ende hat er mir ein bisschen Merchandising in die Hand gedrückt: Eine DVD über die Mühle, und eine Plastiktüte mit 3 kg Goldmehl drin. Da kann man schon denke: Oh, jetzt bin ich reich, aber ist anscheinend doch nur Mehl drin und kein Gold. Seis drum, ich habe dann noch die Gelegenheit wahrgenommen, mal eine Mühle zu besichtigen... Das war ganz spannend zusehen wie ein Müller allein den ganzen Vorgang vom Sieben über das Mahlen alles am PC und alleine steuert. Naja hab ich mir gedacht, da wird ja nicht mehr viel weg zurationalisieren sein. Das is das schöne am Müllerberuf, hat man es geschafft und ist man dann auch noch gut, dann reißt sich die ganze Welt um dich. Ist wahr! Deutsche Müller werden international gesucht! Als Arbeiter selbstverständlich Es gibt auch einige schwierige Dinge an dem Job so zum Beispiel das man nirgends einen festen Ort hat, sondern von Arbeitsstelle zu Arbeitsstelle geht... Es sieht wohl danach aus, das die Mühle mich im Falle einer abgeschlossenen Ausbildung nicht übernehmen ... Das ist so üblich aber es gibt auch 300 Mühlen  in Deutschland und pro Jahr nur maximal 100 Azubis, was die Nachfrage wohl gut verdeutlicht. Hmm werde mal etwas drüber schlafen mich dann noch einmal bei der Mühle melden... Hoffentlich nehmen die mich. Ich habe den Eindruck ein positives Image hinterlassen zuhaben. Mal sehen. Es kütt wie ett kütt... Gruß Björn

Senkjuh fohr trawälling wis deutsche Bahn
Guten Abend Leute!
Ich bin mal wieder im Zug unterwegs und lasse euch von hier einen schönen Gruß vom Servicepersonal bestellen. Diese netten Menschen, die einem, wenn man sich ungeschickt anstellt auch noch auf den Fuß treten. Das ist der freundlich penetrante Service der deutschen Bahn. Die Bahn kommt (ungelegen). Jetzt werdet ihr euch fragen, was hat diesen Kerl eigentlich so aufgeregt. Gut also, weil ihr gerade schon mal da seid werde ich es euch erklären. Da fährt man mal ganz spontan in Richtung Heimat um einen Termin wahrzunehmen und holt sich Zwecks Vermeidung von Ärgernissen mit dem Bahnpersonal sprich Schwarzfahrens eine Karte am Schalter der SBB. Das ist ja im Grunde auch nicht das Hauptproblem, sondern die Mühseligkeiten und Probleme, die durch spontanes „Last Minute“ Reisen entstehen. Erstens die Hin und Rückfahrt kostet mehr, als ich von Siegfried für meine Fahrt vom Hauptseminar nach Hause und von da wieder in die Schweiz bekommen habe. Alleine das war schon blöde, weil ich Siegfried min 3mal fragen musste, bis er sich Zeit nahm, mir das Geld auszuzahlen. Soweit so schlecht. Dann gehe ich in Thun zu einer freundlichen Dame, die mir für umgerechnet 170€ eine Fahrkarte ausgestellt hat. Das war auch mit Problemen verbunden, da es wie gesagt, mehr kosten sollte, als ich hatte. Dann habe ich mich entschlossen, um des Sparens willen, Hin und Rückfahrt zu buchen und mit EC Karte zu bezahlen. Die PIN Nummer hatte ich vergessen, aber sobald ich das Bahnhofsgebäude verließ, wusste ich sie wieder. Dann bin ich hingegangen und hab die Karte bezahlt und an mich genommen. In der Schweiz gab es weiter keine Probleme, der Schaffner hat die Karte gelocht, er hatte anscheinend sonst nichts zutun… Wie auch immer: Als ich in Mannheim, zwecks Zugwechsels den ICE verließ und in ein gleichwertiges Exemplar umstieg, wurde mir meine fehlenden Einheiten an einheimischen Bezahlmittel, sprich Euros zum Verhängnis. Da der Schaffner von der Sorte deutscher Beamter mit aktuelle geschultem Nichtwissens war, verkündete er mir, dass ich noch einen ICE Zuschlag zuzahlen hatte. Das erste, was ich zuschlagen wollte, war meine Faust, die in direkter Ausfahrung in Richtung Schaffner losschlagen wollte. Ich besann mich aber dann doch noch eines besseren und gestand dem Schaffner die demokratische Redefreiheit zu. Als er geendet hatte, fragte ich ihn was dieser Zuschlag kosten solle. Er brummte, noch völlig in sein elektronisches Hilfsmittel vertieft, nur etwas von er sei gerade dabei sich zu informieren… Er hatte also keinen blassen Schimmer, machte aber trotzdem Palaver. Ich ries mich zusammen so gut ich konnte und gestand ihm die demokratische Informationsfreiheit zu. Danach erwiderte er es solle 27.50€ kosten. Nachdem ich einige Minuten damit zubrachte, dem Bahnbeamtenmenschen die Situation meines Geldbeutels und die damit verknüpfte emotionale Leere zu schildern, verzog sich das Gesicht des Zugsklaven merklich und nahm den Ausdruck finaler Blödigkeit an… Wie auch immer sah der Bauch und sein Schaffner nicht so aus, als würde er für Strafmilderung im Sinne des unwissenden höflichen Kunden zu plädieren. Also beantragte ich eine Zahlung mit meiner liebgewonnenen kleinen aber feinen EC Karte. Das Bedientier grunzte, es seien nur VISA und Masterkarten akzeptierbar. Ich erwiderte, dass ich solches dank völliger Untererwerbstätigkeit nicht in Besitz zuhaben gedachte. Daraufhin trollte sich der service-geschädigte und ging mit meinem Personalausweis seiner Wege… Das war für mich ein unhaltbarer Zustand. Ich war meiner Identität beraubt. Gottseidank schien es das Servicetier nicht auf meinen Pass als mehr auf mein bitterlich erspartes abgesehen zuhaben. Um mit legalen Mitteln meine Mittel zu erreichen, drückte er mir einen Nachzahlungsbescheid in die Hand. Ich gehe im Nachhinein davon aus, dass ich jetzt bahnintern als böser Mann als Terrorist mit versuchtem Anschlag auf die Bahnfinanzen geführt werde. Auf nettem und höflichen Fragen meinerseits, sprach das Bedientier, das dieser Zugzuschlag auch für meine Rückfahrt mit dem ICE abzuzahlen sei, und das ich doch wohl nächstes Mal seine stressgestörten Nerven schonen solle, indem ich mir an einem Serviceschalter meiner Wahl mich dieser Gebühr entledigen sollte. Dieses Bewerbungsgespräch kostet mich nun, falls ich mich überhaupt nochmal mit dem Service der deutschen Bahn konfliktiere, um den Obolus für meinen Schuldenabbau gegenüber der DB zu entrichten, über 220 €!! Solch eine Abzocke wir d sonst nur in Diktaturen legalisiert. Demnächst laufe ich die 600 km zu mir nachhause. Ich nehme mir einfach mehr Zeit und besinne mich auf eine alte Weise die da lautet: Der Weg ist das Ziel. In diesem Sinne: Schönen Abend noch…

PS: Übrigens habe ich ein Spendenkonto für einen armen mittellosen von der Bahn geknechteten FSJler eingerichtet. Für Spendenanliegen, bitte ich mich unter der im Impressum aufgeführten E-Mail zu kontaktieren. Herzlichen Dank. Die rechtliche Verantwortung liegt einzig und allein bei der starrköpfigen Bundesbahn.

Heute ab nach Hause...
Ja heute geht es mal eben (!!) nach Hause. Ein legere Zugfahrt von gut 6, 7 Stunden... Naja, was will man machen. Da sagen die "Fachleute" (aus welchem Fach sind die gekrochen??), die Jugend von heute wäre faul und Plätze als Azubis gehen denen am Allerwertesten vorbei... Gar nicht wahr! Ich schiebe meinen Hintern sogar aus der Schweiz nach NRW, nur um nach dem FSJ nicht ohne Lehrstelle dazustehen. Stimmt, is ja gut... Die anderen wissen noch nicht was sie machen wollen... Nein... Das ist kein Problem.... und schon gar nicht meins... Ja, Herr Redakteur.... Mach ich... Okay... Bis dann... Also der Redakteur in mir hat gerade angerufen und gemeint, ich solle meine Text nicht so populistisch und so einfach schreiben. Na gut, dann eben nicht. Is mir doch wurscht! Wird der Text halt nicht weiter geschrieben. Bis Bald, Björn

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